Beaulieu Cine-Filmclub

Die Schmalfilamateure

Unsere Ziele



Der Beaulieu Cine-Filmclub International (BCFI) fördert gemäß seiner Satzung den 8- und 16mm Amateur-Schmalfilm und bietet allen Filmfreunden Gelegenheit zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Als engagierte Hobbyfilmer bereichern wir die Kulturlandschaft und nutzen unser Medium, um interessierte Mitmenschen an Themen, die uns bewegen, teilhaben zu lassen.

Wir integrieren moderne Technik in unser Schmalfilmschaffen. Neben technischen Lösungen bei Aufnahme, Schnitt, Vertonung und Wiedergabe, diskutieren wir über Gestaltung und Realisierung von Filmprojekten und geben unseren Mitgliedern die Möglichkeit sich mit ihren individuellen Fähigkeiten im Club zu engagieren. Finden doch auch sie einen Sprecher oder Komponisten für ihren nächsten Film in unserem Club. Durch aktive Teamarbeit bleiben wir auch für kommende Generationen interessant und können von einander lernen.
Schmalfilm erlebt man am besten gemeinsam!

Bei uns treffen sich Tüftler, Bastler, Genies und Filmschaffende!


… und das sind die Ziele des BCFI


1. Die Clubtradition bewahren, pflegen und fördern



Der BCFI weiß sich seinen Ursprungszielen verpflichtet, die aus einer Zeit resultieren, in der die Rahmenbedingungen der Arbeit mit chemischen Filmmaterialien noch ungleich besser und umkomplizierter waren. Daraus entspringt auch die selbstverständliche Verpflichtung aller Clubmitglieder, eine Kernkompetenz im Umgang mit den Formaten des Chemiefilmes zu besitzen, die elementaren grundlegenden Gesetzmäßigkeiten klassischen Filmschaffens zu kennen, zu pflegen und Jüngeren weiterzu-geben. Von Interessenten am Club und jenen neuen Mitgliedern, die ihrerseits nicht in der Welt der chemischen Filmformate aufgewachsen sind, wird die Respektierung der Clubtraditionen im Bereich klassischen Filmens erwartet und die Offenheit gegenüber den Kompetenzen und Erfahrungen des Clubs. Umgekehrt sind alle Clubmitglieder gehalten, sich gegenüber neuen und kreativen Impulsen zu öffnen, unabhängig von den Formaten in denen Interessenten am Club, externe Gäste und neue Mitglieder ihrerseits Kompetenz an den Tag legen.

2. Außenwahrnehmung



Der Club bemüht sich, mit allen möglichen und in der Kompetenz der Mitglieder und des Vorstandes liegenden Mitteln, sein Wirken und seine Ziele nach außen hin zu kommunizieren und wirksam zu machen. Dazu gehört die Präsenz bei Veranstaltungen, Foren, Festivals, Wettbewerben und kulturellen Anlässen, die dem privaten Filmschaffen gewidmet sind. Alle Mitglieder sind aufgefordert, dem Vorstand Kenntnis von derartigen lokalen und überregionalen Anlässen zu geben und ihrerseits alle möglichen Gelegenheiten wahrzunehmen, Institutionen, Veranstalter und Verantwortliche derartiger Anlässe vom Bestehen des BCFI, von seinen Zielen und seiner besonderen Kompetenz Kenntnis zu geben und dem Vorstand Gelegenheit zu geeigneten Schritten zu geben, um den BCFI bei allen sich bietenden Gelegenheiten in das Gespräch zu bringen. Wenn Medien dokumentarisches Material aus der Zeit vor dem Einzug elektronischer Filmträger suchen, sollte der Club sich als Ansprechpartner artikulieren und seine eigenen publikatorischen Möglichkeiten über die CineMagica in das Spiel bringen und mit einbeziehen.

3. Internetauftritt



In Realisierung der universellen und immer weiter zunehmenden Bedeutung des Internets unternimmt der Club alle möglichen Schritte, um allen Internetnutzern, die über Suchmaschinen Kontakte und Ansprechpartner im Bereich des privaten Filmes und insbesondere der chemischen Filmformate suchen, die Kompetenz und das Wirken des Clubs zugänglich zu machen. Dabei sollen die Kernkompetenz des BCFI für alle Belange des chemischen Filmes, insbesondere aber auch die in den Punkten 5 – 7 festgeschriebenen Clubziele in geeigneter Weise dargestellt werden, d.h., reale Angebote des Clubs sollen allen Interessierten im Netz vorgestellt werden Es ist aber auch stets darauf zu achten, daß auch die durch Beschaffungsfragen im Kontext der Filmmaterialen und der Vertonungsträger entstandenen Probleme und Einschränkungen im Einsatz chemischer Filmmaterialien nicht unrealistisch verschwiegen werden, da Kompetenz nicht nur in der Artikulation des Wollens, sondern auch im Umgang mit realen Vorgaben und Herausforderungen liegt.

4. Pflege und Bewahrung von Mitgliederfilmen



Eine besondere Herausforderung liegt in der individuell lebensübergrei-fenden Bewahrung wertvoller Filmmaterialien einzelner Mitglieder. Da leider nicht grundsätzlich davon ausgegangen werden kann, daß Kinder und Enkel von Filmern um den tatsächlichen künstlerischen und dokumentarischen Wert des Werkes ihrer Generationsvorgänger wissen, daß sie die Bereitschaft und/oder die Möglichkeit haben, Filmmaterial angemessen und sachgerecht zu lagern, daß sie ihrerseits mit der klassischen Projektionstechnik umgehen können und die Betriebsvoraussetzungen der Projektoren beherrschen, ist der Club gehalten, an eigenen Konzepten zu arbeiten, um unersetzliches Material als Kulturgut zu erhalten und vor Verfall durch unsachgemäße Lagerung oder gar vor Zerstörung durch Unkenntnis oder Unvermögen zu bewahren.

5. Sicherung der Präsenz des Kulturgutes „Chemischer Film“ im Bewußtsein Europas



Der private Film auf allen 8mm-, 9,5mm- und 16mm-Formaten bildet ein wertvolles Kulturgut der Epoche zwischen den Zwanziger Jahren und der Neige des Zwanzigsten Jahrhunderts. Neben der unendlichen Fülle von Erinnerungsmaterialien in familiären, Freizeit-, aber auch beruflichen und kulturellen Kontexten, stehen dokumentarische, künstlerische und hoch-kreative Werke privater Filmkünstler. Neben den Inhalten steht dabei auch die Kreativität der Schaffenden im Umgang mit den technischen Vorgaben (z.B. der Lichttechnik und der Synchronität), häufig vor dem Hintergrund des Bestrebens, im Ergebnis der filmischen Arbeit nicht signifikant hinter der vielfach als maßstäblich empfundenen Welt der Profis zurückzustehen, bei häufig nur sehr begrenzten technischen und mone-tären Rahmenbedingungen. Der private chemische Film ist in beiderlei Hinsicht als bewahrenswertes Kulturgut und als ein wichtiger Ausdruck des Lebensgefühles von mindestens vier Generationen zu betrachten und muß in diesem Sinne gepflegt werden. Die Bedeutung, die dem privaten Filmschaffen längst von Historikern und Produzenten zeitdokumentarischer Materialen gegeben wird, ist vom BCFI in besonderer Weise als Anliegen, Verpflichtung und Kernkompetenz zu betrachten.

6. Festigung der Präsenz des künstlerischen Filmschaffens



Die besonderen Voraussetzungen im Umgang mit chemischen Filmträgern haben von jeher vor dem Hintergrund der Materialkosten und der speziellen Bearbeitungsroutinen im Umgang mit dem vom Entwicklungslabor zurückkehrenden Material technische Grundkompetenzen, gestalterisches Vermögen und Kenntnisse im Archivieren des Filmmaterials gefordert. Dabei stand in keinem Fall die schnellstmögliche Verbreitung der Inhalte im Vordergrund sondern vielmehr die dauerhafte Bewahrung der in Bild – und gegebenenfalls Ton – festgehaltenen Sujets und Themen. Als „Film“ wurde stets ein Arbeitsergebnis verstanden, das durch thematische Fokussierung, selektive Bewertung des Rohmaterials, dramaturgische Verlebendigung im Schnitt, Ergänzung und Akzentuierung durch den Ton, durch Titel und Animationen erst zu einem präsentablen Ganzen gestaltet werden mußte. Die unmittelbare Weitergabe von Materialien ohne jegliche gestalterische Intervention bleibt der Welt des chemischen Filmes komplett fremd. Es ist das Anliegen des BCFI, die Erhaltung und Weitergabe des kundigen, handwerklich sauberen und zugleich maximal kreativen Umganges mit dem erstellten Material eindeutig in den Vor-dergrund zu stellen und die klassischen Arbeitstechniken auch als Massstab jeglicher Filmarbeit ausdrücklich zu vertreten und weiterzugeben.

7. Förderung der gegenseitigen Hilfe beim Filmschaffen und der künstlerischen Gestaltung mit allen Medien



Der Club versteht sich als filmende Gemeinschaft. In diesem Sinne bildet die Offenheit zur Kommunikation untereinander einen wichtigen Teil des Clublebens, der sich insbesondere bei der Realisierung neuer Filmprojekte unter Beweis stellen sollte. Dort, wo die aktive Filmertätigkeit nicht mehr im Vordergrund steht, sollten erfahrene Mitglieder bereit sein, anderen Mitgliedern oder von außen an den Club Herantretenden in allen Belangen des privaten Filmes hilfreich und beratend zur Seite zu stehen. Geeignete Plattformen für die Artikulation von Unterstützungswünschen aber auch für die Kommunikation anstehender Filmprojekte bilden die clubeigene Zeitschrift „CineMagica“ und die Regionaltreffen der Mitglieder, die regelmäßig mit regionalen Schwerpunkten veranstaltet und besucht werden sollten. Ungeachtet der primären Gewichtung des Clubs auf der Ebene des chemischen Filmes dürfen keine anderen Formen filmischen Schaffens ausgeschlossen oder unbeachtet gelassen werden.